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Speedskating-Weltmeisterschaft: 7 Medaillen für das deutsche Team

 

  • Sabine Berg gewinnt Marathon-Bronze *

 

Eine Medaille mehr als im Vorjahr, nämlich 7, gewann die Deutsche Mannschaft bei den World Roller Games in der katalonischen Hauptstadt Barcelona. Ein WM-Titel, eine Silber- und fünf Bronzemedaillen stehen auf der Habenseite des deutschen Teams, dazu kommen noch dreizehn Top-Ten-Platzierungen.

Den Mammutanteil an der deutschen Erfolgsbilanz hatten die Sportler der Aktivenklasse, die sechs Medaillen gewinnen konnten. Die Darmstädterin Mareike Thum ist jetzt eine „Back-to-back-champion-of-the-world“, denn sie konnte ihren Titel über 1000 m auf der 200 m-Bahn, deren Beschaffenheit bei den Sportlern für viel Kritik sorgte, erfolgreich verteidigen. Zudem gewann sie im Ausscheidungslauf über 10000 m die Bronzemedaille. Für weitere Top-Ten-Platzierungen sorgten Larissa Gaiser (8.Platz/10000 m P/A), Laethisia Schimek (9./100 m und 10./1 lap), sowie erneut Mareike Thum (9./15000 m A). Unsere Geraer Hoffnungen ruhten vor allem auf die Damenstaffel, bei der zusammen mit Mareike Thum unsere Geraer Damen Josie Hofmann und Jenny Peißker zum Einsatz kamen. Deutschland ist bei den Damen immer für eine Staffelmedaille gut, heißt es. Auch diesmal lag im Vorlauf unser Staffeltrio klar auf Kurs Finale, ehe Josie leicht mit der Laufschiene der französischen Läuferin kollidierte und so zu Fall kam. Aus der Traum von einer Medaille. So blieb als beste Platzierung für Josie der 13.Platz im Ausscheidungsrennen über 15000 m und für Jenny der 17.Rang in der 500 m-Sprintausscheidung.

Bei den Herren sorgte zunächst Sprintstar Simon Albrecht für zwei Medaillen. Silber über 200 m auf der Bahn und dann noch Bronze über 100 m auf einem attraktiven Kurs mit vielen Zuschauern. Dazu kamen für Simon noch zwei weitere Top-Ten-Platzierungen dazu (4./500 m und 6./1 lap). Felix Rijhnen schaffte gleich drei Top-Ten-Platzierungen (jeweils 6./10000 m A und 10000 m P/A, sowie 10.Platz/10000 m P). Auch die deutsche Staffel mit Simon Albrecht, Felix Rijhnen und Etienne Ramali schaffte den Sprung in das Finale und verpasste mit dem 5.Rang nur knapp einen Medaillengewinn. Unser Geraer Trio war schon vor der WM auf ein Duo reduziert worden, Florian Berg musste verletzungsbedingt leider auf einen WM-Start verzichten. Doch unsere Youngster Ron Pucklitzsch (21) und Jan Martin Mende (19) zeigten mehr als achtbare Leistungen. Jan Martin Mende belegte bei seinem ersten WM-Start in der Aktivenklasse über 1000 m den 10.Platz. Dabei hatte er mit einer couragierten Leistung im Halbfinale das Finale der besten Acht nur knapp verpasst. Auch Ron schaffte über 100 m den Sprung in das Semifinale. Auch er schloss mit dem 10.Platz ab und konnte gegenüber dem Vorjahr (15.Platz) schon mal fünf Plätze gut machen.

Die deutschen Junioren hatten es in den Weltklassefeldern meist sehr schwer, aber der Kölner Timo Lehnertz konnte sich in der Weltelite behaupten. In der 500 m-Sprintausscheidung gewann er Bronze und im Finale über 1 Runde lag er auch lange Zeit auf einem Medaillenkurs, ehe er knapp geschlagen Vierter wurde.

Dann kam ja noch der Sonntag mit der Marathonentscheidung. Hier griffen auch unsere beiden Marathonis Sabine Berg und Tobias Hecht in das Wettkampfgeschehen ein. Bei den Herren gewann Felix Rijhnen als Dritter seine ersehnte Medaille, aber auch Tobias Hecht konnte mit seinem Rennergebnis mehr als zufrieden sein. Als zweitbester Deutscher kam er auf den 24.Platz ein.

Zuvor wurde das Damenrennen bereits um 8.00 Uhr gestartet. Ein flottes Tempo sorgte dafür, dass die wenigen Ausreißversuche nicht von Erfolg geprägt waren. So waren ca. 80 Sportlerinnen noch im Zielsprint zusammen und Sabine Berg bog als Erste auf die Zielgerade ein. Mit Lollobrigida und Viveros zogen nur noch zwei große Favoritinnen an ihr vorbei und Sabine gewann WM-Bronze im Marathon 2019.

Zehn Jahre zuvor, im chinesischen Haining, war sie Marathonweltmeisterin geworden, zehn Jahre später gewann sie nochmals eine WM-Einzelmedaille. In den Jahren zwischen 2010 und 2018 kamen 10 WM-Staffelmedaillen dazu, aber keine Einzelmedaille mehr.

Und sie konnte damit in letzter Sekunde eine Geraer Phalanx retten: Seit 2005 kehren in jedem Jahr Geraer Sportler von den Weltmeisterschaften mit einer Medaille zurück nach Ostthüringen.

   

Zum Abschluss noch eine Übersicht über die besten Nationen bei dieser WM (mal keine Medaillenwertung, sondern ganz altmodisch eine Wertung für die ersten 6 Plätze, wie sie früher bei Olympischen Spielen üblich war). Was fällt auf: Kolumbien ist die klare Nummer Eins, dahinter haben 15 weitere Nationen Medaillen gewinnen können. Und es gibt Nationen, die im Aufwind sind und die in den nächsten Jahren bestimmt auch mal in den Medaillenkampf eingreifen werden, vor allem Indien muss da genannt werden.

 

 

   

1

2

3

4

5

6

Punkte

1.

Kolumbien

20

16

6

9

3

2

279

2.

Italien

4

4

9

6

7

6

122

3.

Frankreich

1

4

3

7

8

7

83

4.

Belgien

6

2

4

1

3

3

80

5.

Taiwan

1

4

6

4

1

4

69

6.

Spanien

3

6

1

2

3

1

68

7.

Deutschland

1

1

5

2

1

3

43

8.

Südkorea

1

2

3

 

2

5

38

9.

USA

3

1

 

2

1

1

35

10.

Chile

 

 

1

1

6

2

21

11.

Ecuador

 

 

2

3

 

2

19

12.

Mexico

 

1

1

 

3

1

16

13.

China

1

 

 

2

 

 

13

14.

Australien

1

 

 

 

 

 

7

15.

Niederlande

 

1

 

 

1

 

7

16.

Guatemala

 

 

1

 

 

 

4

17.

Österreich

 

 

 

1

 

1

4

17.

Portugal

 

 

 

1

 

1

4

17.

Venezuela

 

 

 

1

 

1

4

20.

Indien

 

 

 

 

2

 

4

21.

Argentinien

 

 

 

 

1

 

2

22.

Neuseeland

 

 

 

 

 

1

1

22.

Tschechien

 

 

 

 

 

1

1

 

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