Norddeutsche Meisterschaften

67 Medaillen, darunter 29 Titel für die Geraer Speedskater

 

Samstag, 31.05.2014

 

331 Sportler aus 23 Vereinen hatten für die 22.Norddeutschen Meisterschaften gemeldet, die zum drittenmal nach 1994 und nach 2003 in Großenhain, der „freundlichen Stadt im Grünen“, ausgetragen wurde. Erstmals aber auf der neuen 200 m-Bahn. Der Großenhainer RSV hatte wieder in bewährter Weise die Titelkämpfe hervorragend organisiert, so dass vielen spannenden Rennen nichts im Wege stand. Fast nichts, denn am Samstagnachmittag machte ein Gewitterschauer eine Fortsetzung der geplanten Rennen zunichte. Diese konnten dann aber bei strahlendem Sonnenschein am Sonntag nachgeholt werden.

Unsere Geraer Sportler kamen fast in allen Altersklassen zu Medaillengewinnen. Besonders erwähnenswert sind die sechs Titelgewinne in den Staffelentscheidungen, hatte es doch eine Woche zuvor beim „Heimspiel“ auf der Geraer Bahn eine eher schlechte Generalprobe bei den Staffelrennen gegeben.

Doch nun zu den einzelnen Altersklassen: In der Aktivenklasse der Damen und Herren waren die Geraer mit voller Mannschaftsstärke nach Ostsachsen gereist, daher konnten auch fünf der sechs Einzeltitel gewonnen werden. Sabine Berg sicherte sich bei den Damen im Duell mit der Hallenser Nationalmannschaftskollegin Tina Strüver den Sieg auf beiden Langstrecken. Im 300 m-Sprint gab es für Sabine die Silbermedaille. In der „Ewigen Geraer Medaillenwertung“ der Norddeutschen Meisterschaften ist Sabine mit jetzt insgesamt 28 Titeln an ihrer Mutter Katharina (27 Titel) vorbei an Platz 1 gezogen. Bei den Herren gewann unser Trio mit Maximilian Odia (2 * Gold, 1 * Silber), Tobias Hecht (1 * Gold, 1 * Silber) und Nils Fischer (1 * Silber) zwei Drittel der zu vergebenden Einzelmedaillen. Bei den A-Juniorinnen musste Josie Hofmann im 300 m-Sprint ihrer Nationalmannschaftskollegin Carolin Zielke aus Lechtingen den Vorrang lassen. Dafür holte sie im 10000 m-Ausscheidungslauf nicht nur Gold, sondern stellte auch noch einen neuen Vereinsrekord (17:17,633 min) auf. Am Sonntag kam dann noch Jenny Peißker als „Verstärkung“ nach Großenhain, so dass nach einer taktischen Meisterleistung im Punktelauf der Doppelerfolg sichergestellt werden konnte. In der Staffel lief erstmals das Trio Berg-Hofmann-Peißker zusammen und siegte souverän. Hoffentlich ein gutes Omen für die Deutschen Meisterschaften in Groß-Gerau. Auch unser Herrentrio mit Fischer-Hecht-Odia ließ im Staffelrennen nichts anbrennen und gewann Gold. leider ohne Geraer Beteiligung liefen die Rennen der A-Junioren ab.

Bei den B-Junioren war das Geraer Starterfeld etwas ausgedünnt, die in dieser Woche stattfindenden Schulprüfungen hielt einige der potentiellen Starter von einer NDM-Teilnahme ab. So war bei den Herren nur Ron Pucklitzsch am Start, der über 300 m seiner Favoritenrolle klar gerecht wurde und selbst im Ausscheidungslauf als Vierter gut mithalten konnte. Bei den Damen war, trotz Schulprüfungen, Anne-Sophie Günther am Samstag noch am Start. Dies wurde mit dem Meistertitel im Ausscheidungslauf belohnt. Vereinskollegin Sarah Fischer gewann gleich zweimal Gold: über 300 m und sogar im Punktelauf, dazu kam Bronze im Ausscheidungslauf. Für beide, Anne-Sophie und Sarah, waren es übrigens die ersten Norddeutschen Meistertitel bei Einzelentscheidungen.

Bei den Kadetten fiel mit Sarah Zwick verletzungsbedingt auch eine Medaillenaspirantin aus. Mit Angelina Otto hat Gera aber hier ein zweites „heißes Eisen“ im Feuer, die gegen die starke Konkurrenz sich mit zwei Bronzemedaillen auf den Langstrecken sehr gut behaupten konnte. Melissa Goldammer, im letzten Jahr noch im Breitensport aktiv, fasst immer besser in der Altersklasse Fuß und kam bei 23 Starterinnen sogar zu einer Top-Ten-Platzierung. Sehr couragiert dann auch ihr Staffelauftritt, wo sie sich zusammen mit Angelina Otto Bronze sichern konnte. Gold gab es für das Geraer Staffeltrio mit Hannes Gantzke, Jeremy Kreißig und Jan Martin Mende. Jeremy gewann schon bei den Einzelstrecken einen kompletten Medaillensatz, Jan Martin siegte im Ausscheidungslauf und holte sich Bronze im Punkterrennen.

Vier Titel gewannen Geras A-Schüler. Überragend dabei in der AK 13 Niclas Rösel. Er, der in den letzten zwei Jahren bei den Norddeutschen Meisterschaften fehlte, gewann diesmal alle drei Einzeltitel. Franz Nobis gewann im 200 m-Sprint die Bronzemedaille. In der AK 12 überraschte Lendorf, der zuvor noch nie Medaillen bei Norddeutschen Meisterschaften gewonnen hatte. Angespornt von Sprint-Silber startete er im Punktelauf einen Ausreißversuch, der mit der Goldmedaille belohnt wurde. Pech hatte Yannik Naumann, dem nur zwei Hundertstel Sekunden an Edelmetall fehlten. Das Geraer Staffeltrio mit Lendorf-Nobis-Rösel sicherte sich auch in der Staffelentscheidung den Meistertitel. In der AK 13 der Mädchen verpasste Sprintspezialistin Jenny Poser ausgerechnet im Sprint eine Medaille, Davon ließ sie sich allerdings nicht beirren und gewann im Punktelauf und bei der Rollgewandtheit jeweils Silber. Auch hier, im Punktelauf, landete mit Anna Sänger eine Geraer Sportlerin auf dem undankbaren vierten Platz. Für sie gab es dann aber im Staffelrennen noch Gold. Das Geraer Trio mit Poser-Pröhl-Sänger konnte diesmal das favorisierte Team aus der Landeshauptstadt Erfurt hinter sich lassen. In der AK 12 der Mädchen kam Celine Pröhl diesmal nicht an der überragenden Erfurterin Anna Ostlender vorbei, mit Silber im Punktelau und mit Bronze im Sprint konnte sie jedoch erneut einen hervorragenden Wettkampf abliefern. Zudem kam auch Lara Marie Kinski als Zweite auf dem Geschicklichkeitsparcours zu Medaillenehren. Leider wurde auch hier die Serie der 4.Plätze fortgesetzt, auch Leah Lendorf scheiterte nur hauchdünn an Edelmetall.

Für Geras B-Schüler wurden dann vier Titel registriert, alle gingen auf das Konto der 10-jährigen Sportler. Ella Gantzke gewann bei den Mädchen den Sprint und Marie Sänger die Langstrecke. Dabei ließen es die beiden Top-Talente nicht bewenden, denn Ella gewann noch zweimal Silber und Marie noch zweimal Bronze. Für Ella war es übrigens der erste Norddeutsche Meistertitel in ihrer sportlichen Laufbahn. Die dritte Geraer Starterin in dieser Altersklasse, Henriette Quandt, konnte sich über den Einzug in das Sprint-Halbfinale freuen. Bei den gleichaltrigen Jungen gegen die starke DHfK-Konkurrenz auf der Langstrecke eindrucksvoll durch. Bei den beiden anderen Entscheidungen hatte er jeweils schon Silber gewonnen. In der AK 11 der Jungen war Johannes Schmieder im Vorlauf der einzige Sportler, der unter 13 s bleiben konnte. Leider verhinderte ein kleiner Stolperer am Start des Finales den Titelgewinn, mit Silber im Sprint und Bronze bei der Geschicklichkeit konnte jedoch auch er seine Erfolgsbilanz weiter ausbauen. Zudem er zusammen mit Ole Henneberg noch Bronze in der Staffel gewann. Hanna Schübl ging in der AK 11 in der am stärksten (28 Starter) besetzten Altersklasse an den Start. Zwei Top-Ten-Platzierungen sprechen für den Leistungssprung, den sie innerhalb eines Jahres gemacht hat. Dies wurde dann auch mit ihrem ersten Norddeutschen Meistertitel belohnt, der Goldmedaille im Staffelrennen zusammen mit Ella Gantzke und Marie Sänger.

Bei den C-Schülern blieb leider eine Altersklasse (Schüler C 9 der Jungen) ohne Geraer Beteiligung und auch bei den 8-jährigen Mädchen absolvierte Josephine Weiß erst ihren zweiten Start in der Altersklasse und hatte so gegen die schon erfahrenen  Sportlerinnen (noch) keine Chance auf Edelmetall. Dafür sorgten die Mädchen der AK 9 für zwei Einzelmedaillen. Cora Kundisch gewann Gold auf dem Parcours und Antonia Manns sicherte sich Bronze im Sprint, ihre erste NDM-Medaille. Madleen Fabian ging nur am Sonntag an den Start und gewann im Staffelrennen zusammen mit Antonia und Cora auch ihre erste NDM-Medaille, nämlich Silber. Schon auf insgesamt 5 Goldmedaillen beläuft sich die Bilanz des erst 8-jährigen Finn Henneberg, der in Großenhain Gold beim Parcours und auf der Langstrecke gewann. Im Sprintfinale stürzte er, klar in Führung liegend. Der zweite Geraer Starter Emil Kaufmann lief über 300 m ein tolles Rennen, das mit der Silbermedaille, auch seiner ersten NDM-Medaille, belohnt wurde.

Bei den D-Schülern gab es nur einen Geraer Starter, Florian Eckert. Er war dann wirklich der Pechvogel der Geraer Mannschaft, denn er belegte gleich viermal, einschließlich Staffelrennen, den 4.Platz.

Mit Neuzugang Thomas Hanatschek, Alexander Henneberg und Dieter Wartewig waren dann auch drei Geraer Sportler in den Masterskategorien am Start. In der AK 30 gewann Thomas Hanatschek dreimal Bronze. Natürlich nicht seine ersten NDM-Medaillen, aber in der RSV-Statistik taucht er jetzt erstmals auf. In der AK 40 belegte Alexander Henneberg gleich dreimal den Silberrang. Mit insgesamt 9 Medaillen dürfte die Familie Henneberg wohl in einer „Familienwertung der NDM“ ganz weit vorn liegen. Oldie Dieter Wartewig, seit dieser Saison in der AK 70 startberechtigt, wurde zusammen mit den Youngsters der AK 50 gewertet. o hatte er natürlich keine Chancen auf Edelmetall, aber im 300 m-Sprint stellte er für die AK 70 mit seiner Zeit von 36,302 s einen neuen Deutschen Rekord auf. Vier weitere Rekorde wurden an diesem Wochenende in Großenhain registriert, für die alle Sportler des Gastgebers verantwortlich zeichneten. Ute Enger stellte auf allen drei Strecken neue Deutsche Rekorde auf und Eyk Terpe (Gute Besserung!) erzielte über 3000 m eine neue nationale Bestmarke.

 

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